Der Jotunheimen Nationalpark ist ein Gebirgszug in Norwegen und gehört zu den bekanntesten Nationalparks des Landes. Der Name Jotunheimen bedeutet übersetzt so viel wie „Heimat der Riesen“.

Der Nationalpark erstreckt sich auf über 3.500 Quadratkilometern und ist geprägt durch Berge, Täler, Gletscher und zahlreiche Flüsse und Seen. Die höchsten Berge Norwegens, wie der Galdhøpiggen (2.469 m) und der Glittertind (2.465 m) befinden sich im Nationalpark.

Auf zahlreichen Wanderwegen lässt sich die atemberaubende Landschaft erkunden und bietet spektakuläre Aussichten auf die Gipfel und Seen des Nationalparks.

Insgesamt bietet der Jotunheimen Nationalpark eine einzigartige Möglichkeit, die Schönheit und den Reichtum der norwegischen Natur in ihrer reinsten Form zu erleben.

Wir verbrachten die Nacht auf einem kleinen Seitenweg der Riksvei 51.

Die Aussicht bei Sonnenaufgang am frühen Morgen war traumhaft schön.

Nach dem Frühstück ging die Tour weiter durch den Jotunheimen Nationalpark in Richtung der sagenumwobenen Ridderspranget-Schlucht.

Und dann sahen wir sie „Rentiere“

Aus dem Nichts tauchten sie auf.
Liefen direkt vor unserem Van über die Straße.

Rentiere, wir waren so überrascht,
dass wir erst einmal mit offenem Mund die Tiere bestaunten.
Dann endlich machte es Klick und wir griffen zur Kamera.

Rentiere sind beliebte Tiere in der nordischen Tierwelt und insbesondere in Ländern wie Finnland, Norwegen, Schweden und Russland anzutreffen. Rentiere gehören zur Familie der Hirsche und werden auch als Karibus bezeichnet, je nachdem, wo sie vorkommen.

Rentiere sind in der Lage, extreme Temperaturen und raue Bedingungen zu überleben und können sich an ihre Umgebung anpassen. Sie haben dickes, pelziges Fell, das sie vor der Kälte schützt, sowie breite Hufe, die ihnen helfen, sich auf Schnee und Eis fortzubewegen.

Rentiere werden seit Jahrhunderten von den nordischen Völkern genutzt, insbesondere von den Samen (auch als Lappen bekannt), die als nomadische Rentierzüchter leben. Die Samen nutzen die Rentiere als Nahrungsquelle, für Transport und für die Herstellung von Kleidung und anderen Artikeln.

Rentiere haben auch eine wichtige kulturelle Bedeutung in der nordischen Mythologie und sind oft in Weihnachtsdekorationen und -geschichten zu finden. Der Schlitten des Weihnachtsmann wird oft von Rentieren gezogen, wobei Rudolph mit seiner roten Nase das bekannteste Rentier ist.

Insgesamt sind Rentiere ein wichtiger Teil der nordischen Kultur und Natur und werden auch weiterhin eine wichtige Rolle in diesen Ländern spielen.

Es war eins der schönsten Erlebnisse auf dieser Reise.

Abstecher zur Klamm Ridderspranget

Ridderspranget oder der Rittersprung ist eine 8 Meter tiefe Schlucht im südlichen Jotunheimen Gebirge.

Mit der wilden Kraft des Wassers hat die Soja sich hier über Jahre einen Weg durch von Flechten und Kiefern bewachsenen Schieferfels gebahnt.

Eine alte norwegische Sage erzählt die Geschichte des Sigvard Kvie der im Ort Vågå auf Brautraub ging. Ritter Sigvard entkam seinen Verfolgern, indem er mit dem Mädchen Skårvangssola direkt auf die Schlucht  zuhielt. Er sprang mit seinem Pferd über die Schlucht und konnte so seinen Verfolgern entkommen.

Oberhalb und unterhalb vom Riddarspranget kann man die  tolle kiefernbewachsene Schieferlandschaft der Klamm weiter erkunden.

Aber Vorsicht, die Felsen sind teilweise sehr glatt und rutschig!

Fazit

Der Jotunheimen Nationalpark ist ein traumhaft schönes Naturgebiet in Norwegen, das sich durch majestätische Berge, kristallklare Seen und Flüsse sowie eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen auszeichnet.

Dieser Nationalpark ist ein Paradies für Wanderer und Outdoor-Begeisterte, da es eine Vielzahl von Wanderrouten gibt, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen.

Mit seiner beeindruckenden Landschaft und der Vielzahl von Aktivitäten, die man hier unternehmen kann, ist der Jotunheimen Nationalpark definitiv einen Besuch wert.

Es ist ein großartiger Ort, um sich mit der Natur zu verbinden und die Schönheit Norwegens zu erleben.

Norwegen

Ringebu Richtung Trollheimen
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